KONVENT DER BÜRGERMEISTER/INNEN

logo_conv_of_mayorsDer Konvent der Bürgermeister/innen ist eine ambitionierte Initiative, in der sich europäische Städte und Gemeinden für den Klimaschutz engagieren. Die Unterzeichner verpflichten sich, ihre CO2 -Emissionen bis zum Jahr 2020 um mindestens 20% zu reduzieren. Um dies zu realisieren, entwickeln die Unterzeichner Aktionspläne für nachhaltige Energie (SEAPs), setzen Maßnahmen der Energieeffizienz um; nutzen erneuerbare Energiequellen im öffentlichen und privaten Sektor ihrer Kommune und organisieren Energietage, die die BürgerInnen zur Energieeinsparung ermutigen. All diese Bemühungen werden stark von der Europäischen Kommission, dem Sekretariat des Konvents der Bürgermeister/innen sowie den Koordinatoren und Unterstützer des Konvents gefördert.

 

Wer kann dem Konvent der Bürgermeister/innen beitreten?

Der Konvent der Bürgermeister/innen steht allen demokratisch konstituierten Kommunen offen, unabhängig vom Grad der Umsetzung ihrer lokalen Energie- und Klimaschutzpolitik.

 

Wie kann man beitreten?

Die Initiative des Konvents der Bürgermeister/innen wird dem Stadtrat oder einem anderen beschlussfassenden Organ vorgestellt. Der Stadtrat nimmt den Konvent der Bürgermeister/innen formell an und beauftragt die BürgermeisterIn, das Beitrittsformular zu unterzeichnen. Der Stadtrat informiert die Kommission in einer Mitteilung an die Mailbox des Büros des Konvents der Bürgermeister/innen über seine Entscheidung. Darauf erhält der Stadtrat eine Bestätigung per E-Mail, die Informationen über die nächste Schritte enthält.

 

Bis wann kann man dem Konvent der Bürgermeister/innen beitreten?

Kommunen können dem Konvent der Bürgermeister/innen jederzeit beitreten – es gibt keine Zeitbeschränkung. Während der einmal im Jahr stattfindenden feierlichen Zeremonie haben die BürgermeisterInnen die Möglichkeit, öffentlich Ihre Unterschrift zu setzen und sich auf internationaler Eben zu zeigen.

 

Wozu verpflichten sich die Unterzeichner?

Die Unterzeichner verpflichten sich, ihre CO2 -Emissionen bis zum Jahr 2020 um mindestens 20% zu reduzieren. Um dies zu realisieren, setzen die Unterzeichner Maßnahmen der Energieeffizienz um und nutzen erneuerbare Energiequellen.

Die Unterzeichner unternehmen konkrete Schritte, um dieses Ziel bis 2020 zu erreichen:

  • Die Erfassung des Ist-Zustands in einem umfassenden Emissionsinventar innerhalb eines Jahres nach dem offiziellen Beitritt zum Konvent der Bürgermeister/innen;
  • Die Aktionspläne für nachhaltige Energie müssen vom Gemeinderat genehmigt und dem Konvent innerhalb eines Jahres nach dem offiziellen Beitritt zum Konvent der Bürgermeister/innen vorgelegt werden;
  • Das Verfassen von Berichten (alle 2 Jahre), anhand deren sich die Ergebnisse sowohl hinsichtlich der eingeführten Maβnahmen als auch der erzielten CO2–Reduktionen nachvollziehen lassen;
  • Die Ermutigung der BürgerInnen und lokalen Interessenvertreter sich an dem Prozess aktiv zu beteiligen und  lokale Energietage in Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission zu organisieren;
  • Die Botschaft des Konvents in den geeigneten Foren zu verbreiten und BürgermeisterInnen zur Beteiligung an Energietagen zu gewinnen.

 

Welche Möglichkeiten haben die Kommunen, welche nicht genügend Fertigkeiten und /oder Ressourcen haben um SEAPs zu erarbeiten und umzusetzen?

Kommunen, die aufgrund ihrer Gröβe nicht über die Ressourcen verfügen, die für die Umsetzung von SEAPs oder die Arbeiten an einem Aktionsplan erforderlich sind, können von Verwaltungen unterstützt werden, d.h. von Koordinatoren Konvents, die über diese Kapazitäten verfügen. Die Liste von Koordinatoren und Unterstützer des Konvents finden Sie auf der Webseite des Konvents der Bürgermeister/innen.

Erstellung einer Webseite auf der Unterzeichner

Warum lohnt es sich, dem Konvent beizutreten?

Durch einen Beitritt zum Konvent der Bürgermeister/innen können folgende Aktionen realisiert werden:

  • Öffentliche Erklärung zur Unterstützung und freiwilligen (Über-)Erfüllung der Klimaschutz- und Energieziele der EU;
  • Erfassung und Stärkung der Reduktion von CO2 –Emissionen;
  • Entwicklung von Partnerschaften und Austausch von Erfahrungen zwischen Städten;
  • Ermutigung anderer und Anregung durch andere;
  • Profilierung der eigenen Kommune als Pionier im Bereich Umweltschutz;
  • Promotion der eigenen Erfolge auf der Webseite des Konvents der Bürgermeister/innen.

 

Wie werden die Unterzeichner von der Europäischen Kommission unterstützt?

Die Europäische Kommission hat eine Reihe spezifischer Mittel erschlossen und geschaffen, um den Unterzeichnern zu helfen, ihre im Konvent der Bürgermeister/innen gegebenen Zusagen zu erfüllen:

  • Schaffung eines Sekretariats für den Konvent der Bürgermeister/innen, welches für die Bekanntmachung, Koordinierung und Unterstützung der Initiative zuständig ist;
  • Erstellung einer Webseite auf der Unterzeichner sowie Koordinatoren und Unterstützer des Konvents ihre besondere Erfolge kommunizieren können;
  • Bereitstellung von Werkzeugen und Methoden (Ratgeber, Muster, etc.), die die Erfassung des Ist-Zustands in einem umfassenden Emissionsinventar erleichtern sollen;
  • Ausrichtung von Finanzierungsmechanismen: Programme von der Europäischen Investitionsbank, Strukturfonds, etc.;
  • Veranstaltungen, die den Unterzeichnern hohe, politische Sichtbarkeit auf europäischer Ebene geben;
  • Bildung eines Netzwerkes von Koordinatoren und Unterstützer des Konvents, die Städte und Gemeinde bei der Erfüllung ihrer Beteiligung am Konvent unterstützen.

Weitere Informationen über den Konvent der Bürgermeister/innen bietet die Webseite:
http://www.eumayors.eu/about_the_covenant/index_en.htm

Im Rahmen des Projektes: Energie für Bürgermeister/innen erhalten die Unterzeichner zusätzliche Unterstützung. Das Projekt sieht vor:

  • themenbezogene Seminare für Städte und Gemeinden in den Projektregionen;
  • Erarbeitung und Verbreitung von Schulungsmaterialien für Städte und Gemeinde;
  • unterstützende Hilfe für  Städte (6-8 Städte aus jeder Projektregion) bei der Bearbeitung und Umsetzung von Aktionsplänen für nachhaltige Energie;
  • Bildung eines lokalen Forums in ausgewählten Städten (mindestens vier Treffens mit wenigstens drei themenbezogenen Seminaren und mindestens 15 Unterzeichnern);
  • Auswahl und Implementierung von Maßnahmen zur Umsetzung von SEAPs;
  • Realisierung von 8 Pilotenergiemanagementsysteme in 7 Projektregionen;
  • effektive Beobachtung der Umsetzung von SEAPs;
  • Organisation eines Energietages pro Jahr in 10 Projektregionen;
  • Wissens- und Erfahrungsaustausch mit anderen lokalen Interessenvertretern.  

Weitere Informationen zu diesem Thema erfahren Sie entweder auf dieser Webseite oder wenn Sie Kontakt mit Ihrem regionalen Ansprechpartner aufzunehmen.